Neuseeland · Etappe 1

Ankommen am anderen Ende der Welt

Neuseeland. Ein Wunsch, der lange gewartet hat. Jetzt bin ich wirklich hier, und ich nehme dich mit auf meine erste Etappe: von Wien über Dubai bis an die Westküste der Nordinsel.

Oktober 2026 · 18 Fotos · 6 Min. Lesezeit

Schwarzer Sandstrand von Karioitahi an der Westküste Neuseelands unter Wolkenhimmel
Karioitahi, mein erster schwarzer Strand

Ein Wunsch, der lange gewartet hat

So richtig konkret wurde mein Wunsch, als meine Tochter vor knapp vier Jahren zu einem Austauschsemester nach Neuseeland aufgebrochen ist. Nachreisen war damals leider nicht möglich. Die Sehnsucht blieb. Letztes Jahr hat uns dann ein Freund von dort in Wien besucht, und plötzlich war die Idee wieder da: Ich plane meinen eigenen Trip.

Gesagt, getan. An meinem Geburtstag im Februar habe ich nach langem Hin und Her den Flug gebucht. Ganz bewusst diese Route: Anreise über Brisbane samt ein paar Tagen Pause in Australien, retour via Melbourne, genau zur Zeit der Australian Open. Weil die Strecken ewig dauern, leistete ich mir die Premium Economy von Emirates. Einen gewissen Bammel hatte ich trotzdem, denn so lange war ich noch nie in der Luft.

Ohne meine Familie hätte ich diesen Schritt übrigens nie gemacht. Danke, dass ihr mich so unterstützt! 💛

Ein Jahr voller Wendungen

Das Jahr verging, und alles war noch so weit weg. Irgendwann begann ich mit der Planung, vor allem für die Südinsel. Ich verwarf die Ideen wieder, fing neu an. Dann strich Emirates obendrein beide Stopps in Australien: Jetzt ging es direkt von Dubai nach Auckland. Also rund 16 Stunden am Stück, und davor hatte ich ehrlich gesagt Respekt.

Nicht alles lief in diesem Jahr wie geplant, und manchmal hatte ich das Gefühl, irgendwas hält mich davon ab, nach Neuseeland zu kommen. Was soll ich sagen? Meistens kommt es eben anders, als man denkt. 😉

Endlich geht's los

Am 16. Oktober war es so weit. Meine Familie begleitete mich, wir tankten noch schnell, da kam die Nachricht: Der Flug startet zwei Stunden später. Also wieder nach Hause und eine Folge „Rookie“ auf Sky schauen, unsere aktuelle Familienserie. Danach ging es erneut zum Flughafen. Ich blieb überraschend ruhig. Um halb eins in der Nacht hob der Flieger dann endlich Richtung Dubai ab.

Der erste Flug war so gar nicht meiner. Mir war richtig schlecht, und bis heute rätsle ich, ob es doch die Nervosität war, die ich eigentlich nie gespürt habe. Durch die Verspätung war der Aufenthalt in Dubai kurz, und das war mir ganz recht, denn ich war völlig fertig. Nach kurzer Wartezeit wegen einer Luftraumsperre hob der nächste Flieger ab, 16 Stunden meinem Traumziel entgegen.

Und dieser Flug? Überraschend angenehm! Das lag sicher auch am tollen Service von Emirates in der Premium Economy. Ich habe fast durchgehend geschlafen, die Zeit verging schneller als gedacht, und plötzlich war ich da. In Auckland!!

Gate am Flughafen Wien mit Anzeige des Emirates-Flugs nach Dubai
Emirates A380 am Gate in Auckland unter blauem Himmel
Geschafft: Kia ora, Auckland!

Links fahren? Halb so wild!

Die Einreise ging superschnell, viel flotter als gedacht. Am Flughafen bekam ich mein Mietauto übergeben, und dann hieß es: meiner größten Angst ins Auge schauen. Links fahren! Apple CarPlay an und los. Schon an der Ausfahrt habe ich mich prompt falsch eingereiht, auf dem Parkplatz zum Glück harmlos. 😉 Und was soll ich sagen? Die „falsche“ Straßenseite ist gar nicht so schlimm.

Plan B am schwarzen Strand

Mein erstes Ziel lag rund 50 Minuten vom Flughafen entfernt, irgendwo im Nirgendwo bei Waiuku. Vier Nächte direkt am Meer wollte ich dort verbringen: ankommen, den Jetlag ausschlafen, aufs Wasser schauen und ein bisserl arbeiten. Und dann? Gab es das Apartment plötzlich nicht. Ein Durcheinander aus Reservierung, Storno und falscher Buchung, und nichts mehr frei.

Was tun? Ich habe es überraschend locker genommen. Vielleicht sollte es ja so sein. Auf Airbnb fand ich ganz in der Nähe eine andere Bleibe, schlief tief und fest, und am Tag darauf ging es an den Strand von Karioitahi: schwarzer Sand, Treibholz, Wind und über den Klippen ein Paragleiter. Beim Spazieren war gleich mal meine Kameraabdeckung weg. Ein guter Start für die nächsten drei Monate! 😉

Treibholz und Muscheln auf schwarzem Sand am Strand von Karioitahi
Weiter Strand und Brandung in Schwarz-Weiß
Ella mit Sonnenbrille, Kapuze und buntem Schal am windigen Strand
Paragleiter über grünen Klippen an der Westküste Neuseelands

Auf dem Highway Richtung Süden

Bleiben wollte ich dort aber nicht. Ich brauchte ein Plätzchen mit Blick aufs Meer, ich musste ankommen. Und ich fand eines, ein echter Glückstreffer, wie sich später herausstellte. Also ab Richtung Süden, an die Küste von Taranaki.

Knapp fünf Stunden Fahrt lagen vor mir, und ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Die Landschaft war eine echte Überraschung: zuerst ein bisserl Toskana, dann österreichische Alpen, zwischendurch Häuser im Western-Look. So kenne ich Amerika zumindest aus dem Fernsehen (haha). Vorbei an Hamilton und Te Kuiti, durch die Awakino-Schlucht, unzählige Kuhherden, vereinzelt Schafe und strahlender Sonnenschein. Und schließlich die Westküste: Oben auf einer Anhöhe sah ich die „Three Sisters and the Elephant“, die berühmten Felsen bei Tongaporutu. Wie schön! Hinunter zum Strand konnte ich leider nicht, die Flut kam bereits herein. Also blieb es beim Fernblick.

Leere Landstraße zwischen grünen Weiden und Bäumen in Neuseeland
Grünes Tal mit Wald und Weiden bei Awakino
Sanfte grüne Hügel und Weiden unter blauem Himmel
Altes Holzhaus mit Pferd auf einem Hügel bei Mokau
Felsformationen Three Sisters ragen bei Tongaporutu aus dem spiegelnden Meer
Die Three Sisters bei Tongaporutu

Foto: Emma Li auf Unsplash

Angekommen

Und dann dieser Ort: mitten in einem wunderschönen Garten mit Avocado- und Orangenbäumen, unzähligen Blumen und Sträuchern und jeder Menge Vögel. Ein Traum! Und das Beste: Vom Sofa aus hatte ich einen unglaublichen Blick aufs Meer.

Über einen versteckten Pfad mit Stufen kam ich direkt zum Strand. Bei Ebbe konnte ich jeweils rund eine Stunde in beide Richtungen spazieren, barfuß im warmen, dunklen Sand. Seine Farbe kommt übrigens vom vielen Eisen darin. Es war unglaublich schön, und ich spürte: Jetzt bin ich angekommen.

Grüne Avocados hängen an einem Baum
Weiße Calla-Blüte zwischen grünen Blättern
Ella mit Sonnenbrille und vom Wind zerzausten Haaren am Meer
Blick über grüne Büsche auf das blaue Meer
Breiter Strand bei Ebbe mit dunklem Sand und blauem Himmel
Nasser, glänzender Sand mit Wasserlinien vor grünen Klippen
Barfuß im dunklen Sand

Meine Erfahrung

Gut zu wissen

Wie es weitergeht

Jetzt bin ich bei lieben Freunden angekommen, meinem Zuhause auf Zeit. Der Empfang war herzlich! Hier genieße ich die nächsten Tage und feile noch ein bisserl an der Südinsel-Tour. Ich freu mich, wenn du weiter mitreist! 🌿

Ein paar Eindrücke von unterwegs teile ich zwischendurch auch auf Instagram.

Flüge, Mietauto und Unterkünfte habe ich selbst bezahlt. Marken tauchen hier auf, da sie zu meiner Reise gehören, ohne Gegenleistung. Fotos: Atelier Ella, außer anders angegeben.

Für deine Pinnwand

Pin: Ankommen am Ende der Welt, Neuseeland Etappe 1, schwarzer Strand an der Westküste
← Zur Reiseserie Neuseeland Planst du selbst eine Reise nach Neuseeland? Merk dir den Beitrag auf Pinterest.