Mit dem Nachtzug in den Norden
Nach einem Tag in Helsinki sind wir abends in den Nachtzug nach Rovaniemi gestiegen. Einschlafen in der Stadt und aufwachen in Lappland, das hat schon etwas Besonderes. Fast wie ein kleines Abenteuer.
Reisen · Finnland
Ende September bin ich mit meiner Tochter in den Norden aufgebrochen. Unser großer Wunsch: einmal Polarlichter sehen. Was soll ich sagen? Das Wetter hatte andere Pläne. Und trotzdem war es eine unserer schönsten Reisen.

Nach einem Tag in Helsinki sind wir abends in den Nachtzug nach Rovaniemi gestiegen. Einschlafen in der Stadt und aufwachen in Lappland, das hat schon etwas Besonderes. Fast wie ein kleines Abenteuer.


Ein Besuch im Weihnachtsmanndorf, dem Santa Claus Village, durfte natürlich nicht fehlen. Mitten durch das Dorf verläuft der Polarkreis, eine Linie am Boden zeigt genau, wo. Und ja: Wir haben Briefe geschrieben. Egal wie alt man ist, das macht einfach Freude.


Ende September leuchtet Lappland in Gelb, Orange und Rot. Die Finnen haben dafür ein eigenes Wort: Ruska. Birken wie aus Gold, rote Sträucher am Ufer, und mittendrin hat sich sogar ein Fliegenpilz für uns in Szene gesetzt.






Lappland ist vor allem eines: Weite. Wir waren viel draußen, auf Waldwegen zwischen Kiefern und Birken, an Bächen und Hügeln entlang. Es ist so still dort, dass man die eigenen Schritte hört.
Und natürlich haben wir Rentiere gesehen! Mit ihrem mächtigen Geweih und dem neugierigen Blick sind sie das Symbol für Lappland schlechthin. Dazwischen gab es wunderbares Essen. Nach Stunden an der frischen Luft schmeckt alles doppelt so gut.





Und dann die Seen. Spiegelglatt und still, mit Wäldern, die sich im Wasser verdoppeln. Ein altes Boot voller Laub, bunte Kanus am Ufer, die Sonne tief am Horizont. Hier könnte ich stundenlang sitzen.









Jeden Abend haben wir in den Himmel geschaut und gehofft. Doch dichte Wolken lagen wie eine Decke über allem. Polarlichter? In fünf Tagen kein einziges. Ehrlich gesagt war ich zuerst ein bisschen enttäuscht. Aber dann habe ich gemerkt, wie viel wir trotzdem erleben durften.

Die Polarlichter haben wir nicht gesehen. Dafür hatten wir Zeit miteinander, Natur pur, gutes Essen und Briefe an den Weihnachtsmann. Und einen schönen Grund, wiederzukommen.
Vorfreude
Unsere kommende Mutter-Tochter-Reise führt uns noch weiter hinauf, nach Tromsø. Diesmal im tiefsten Winter, mit Schnee, langen Nächten und hoffentlich tanzenden Polarlichtern. Die Vorfreude ist riesig.
Manchmal läuft eine Reise nicht nach Plan, und sie ist trotzdem genau richtig. Wie es danach weiterging, liest du in Helsinki, Tallinn und Suomenlinna.
Hast du schon einmal Nordlichter gesehen? Erzähl es mir gern auf Instagram.